Lebensraum

Traditionell typische Kulturlandschaft auf dem Sattnitz-Höhenzug mit der Ortschaft Wurdach und ihren hofnahen Streuobstbeständen und Solitärbaumbestand. Foto: Helmut Zwander

Da die Zwergohreule eine charakteristische Kleineulenart trockenwarmer, halboffener Landschaften ist, besiedelt sie vorwiegend Kulturlandschaft wie Korkeichen- und Olivenwälder in südlichen Gefilden sowie Feldgehölze, Heckenbereiche, Randzonen lichter Laubwälder und Weingärten sowie vereinzelt sogar offene Waldtypen vor allem aber Streuobstwiesen in unseren Breiten. Daran sollten offene Bereiche vorwiegend Extensivwiesen und Viehweiden anschließen, die Lebensraum von Großinsekten – ihrer Hauptbeute – sind. Die Nähe des Menschen wird nicht gescheut und man kann die Art daher auch in Hotel- und Parkanlagen (zuletzt auch beispielsweise im Stadtpark von Spittal an der Drau), auf Campingplätzen, in Ortschaften mit dörflicher Struktur und in wegbegleitenden Alleen antreffen.

Mit dem Schutz des Lebensraumes der Zwergohreule kann auch die hohe Lebensqualität der dort ansässigen Bevölkerung weiter sichergestellt werden und landschaftsprägende Elemente erhalten bleiben, wie beispielsweise die Obstbaumblüte im Frühjahr, Blumenwiesen im Unterwuchs und Weideflächen mit heimischen Haustierrassen in ihrem Umfeld. Es bleibt zu hoffen, dass Schutzmaßnahmen weiter durchgeführt werden und ein langfristiger Erhalt der Kärntner Eulenpopulation gewährleistet wird, um diese kleine in der dort ansässigen Bevölkerung tief verwurzelte Vogelart auch für die nächsten Generationen noch zu erhalten.

Obstbaumblüte eingebettet in traditioneller Dorfstruktur – existieren diese Bilder bald nur mehr in unseren Kindheitserinnerungen? Foto: Gerald Malle